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13. November 2018

Heizölpreise-Trend: Brentölpreis fällt unter die Preismarke von 70 USD/Barrel

Heizölpreise: Die bundesdurchschnittlichen Heizölpreise für Heizöl der Sorte Standardqualität bezogen auf eine Abnahmemenge von 3.000 Litern (entspricht einem Energieinhalt von 30.240 kWh) schlossen zum Wochenstart gegenüber dem Schlussstand vom Freitag um 4,6 % fester - konkret stand der Heizölpreis bei 96,51 Euro/100 L. Hauptverantwortlich für den starken Anstieg im bundesdurchschnitt sind weiter hauptsächlich die Regionen, wo über die Rhein-Main-Schiene die Versorgung nur mit zusätzlichem hohen Aufwand gesichert werden kann (Schwerpunkte bei der Heizölpreisübersicht sind die Regionen: Frankfurt am Main, Mainz, Wiesbaden). Deshalb ist bei der konkreten Heizölpreisbewertung weiter zu beachten, dass es weiter große Unterschiede bei den regionalen Heizölpreisen gibt. Hauptursache dafür ist, dass neben den unten dargestellten Einflussfaktoren (Rohölpreis und Wechselkursverhältnis Euro zu US-Dollar) zusätzlich noch die Schiffsfrachten an der Rhein-Main-Schiene einen erheblichen Einfluss auf die aktuellen Heizölpreise in den betroffenen Regionen haben. So sind die Frachtkosten, bedingt durch den weiter anhaltenden niedrigen Wasserstand, in den letzten Monaten um 400 % gestiegen. Durch den stark eingeschränkten Schiffsverkehr gibt es auch dadurch in ausgewählten Regionen weiter Probleme bei der Bereitstellung von Mineralölprodukten, da über die Schiene und die Straße die Transportausfälle nicht komplett kompensiert werden können.
Gegenüber dem Heizölpreisstand vom 1.01.2018 sind die Heizölpreise aktuell um 49,4 % gestiegen.
Heizölpreise-Tendenz: Unter Berücksichtigung der Börsenentwicklungen vom Montag und dem aktuellen Stand der Börsen am Dienstagvormittag gehen wir heute für die Heizölpreise von folgender Tendenz aus: fallend!




Bereich
Schlusskurs 09.11.2018
Schlusskurs 12.11.2018
Veränderung zum Vortag
Tendenz 13.11.2018


Heizölpreis (€/100L) 3.000 L Standardqual.
92,25
96,51

+ 4,6 %




Rohölsorte Brent (US-Dollar/Barrel)
70,18
70,12
+- 0,0 %



Wechselkurs (Euro/US-Dollar)
1,1338
1,1225
- 1,0 %





Als Hauptursachen für die Entwicklung der Heizölpreise können folgende preisbestimmenden Faktoren vom Montag und dem heutigen Tag herangezogen werden:
1. Ölpreise: Der Ölpreis für die Sorte Brent für eine Auslieferung im Monat Januar 2019 schloss am Montagabend kaum verändert bei 70,12 USD/Barrel - damit konnte sich der Rohölpreis knapp über der Marke von 70 USD/Barrel behaupten. Das Treffen ausgewählter Ölförderländer am Wochenende in Abu Dhabi zeigte keine Wirkung beim Ölpreis zum Wochenstart. Es bleibt offen, ob die Opec-Mitglieder sich auf ihrem Treffen im Dezember über eine Förderkürzung in Höhe von 1 Mio. Barrel/Tag verständigen können, die dann ab Januar 2019 umzusetzen wäre. Hauptursache für den aktuellen Ölpreisverfall ist, dass der erwartete Rückgang der Ölproduktion im Zusammenhang mit den US-Wirtschaftssanktionen im Iran bisher nicht so hoch ausgefallen ist wie befürchtet, aber gleichzeitig Länder wie Russland, Saudi-Arabien und die USA jedoch ihre Rohölproduktion hochgefahren haben, um die Förderausfälle zu kompensieren. Dadurch existiert aktuell ein Ölüberangebot von mindestens 1 Mio. Barrel/Tag, was die Ölpreise unter Druck hält.
Seit Jahresbeginn ist der Ölpreis der Sorte Brent um rund 4,9 % gestiegen.
Ölpreis-Tendenz: Zum Start in den Dienstag fällt der Ölpreise um rund 1 USD/Barrel - aktuell steht er bei 69,19 USD/Barrel. Damit ist der Brentölpreis unter die psychologisch wichtige Preismarke von 70 USD/Barrel gefallen und dürfte wohl auch weiter unter Druck bleiben.
2. Eurokurs: Der Kurs des Euro schloss am Montag mit einem Minus von 1,0 % bei 1,1225 - damit fiel der Euro klar unter die Marke von 1,13, auf den tiefsten Stand seit Juni 2017. Hauptauslöser für die Euroschwäche sind schwache Konjunkturprognosen für die Eurozone und der Streit zwischen der EU und Italien über die überproportionale Ausweitung der Staatsverschuldung Italiens im Jahr 2019.
Seit Jahresbeginn hat sich der Euro gegenüber dem US-Dollar um 6,4 % reduziert.
Eurokurs-Tendenz: Zum Start in den Dienstag tritt der Euro auf der Stelle - aktuell steht er bei 1,1232.


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