Verbände Wohnbestand in Wärme Gesetz einbeziehen
OLDENBURG/FRANKFURT a. M. Deutschland sollte wegen der geringen Neubautätigkeit bei der CO2 - Reduzierung verstärkt auf den Gebäudebestand schauen, erklärte am Dienstag Anke Tuschek Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energieund Wasserwirtschaft (BDEW), anlässlich der Oldenburger Gastage. Allerdings müsse der Sozialverträglichkeit bei der Modernisierung Priorität eingeräumt werden. „Die bisherigen Maßnahmen im Wärmemarkt reichten bei weitem nicht aus, um das von der Politik gesetzte CO2 - Einsparziel von jährlich 93 Millionen Tonnen CO2 bis 2020 zu erzielen“, so Tuschek. „Das schaffen wir nur durch eine stärkere Einbindung des Gebäudebestandes und eine Verdopplung der Modernisierungsrate bei Heizungen.“
Ins gleiche Horn stößt der des Bundesindustrieverbands Deutschland Haus - , Energie - und Umwelttechnik (BDH) anlässlich seiner Mitgliederversammlung. „Wir brauchen jetzt eine positive Entscheidung, damit für die privaten Investoren, aber auch unsere Industrie Planungssicherheit entsteht. Die jetzige Blockade der Energiewende im Gebäudebestand gefährdet die Märkte für Effizienz und erneuerbare Energien im Gebäudebereich, aber auch die Klima - und Ressourcenschutzziele der Bundesregierung“, so Klaus Jesse, Präsident des BDH in Frankfurt.
Laut BDH ließen sich allein durch eine 30 - prozentige Einsparung des Endenergieverbrauchs im Gebäudebestand rund 184 TWh an Energie in Deutschland einsparen. Der Verband rechnet vor, dass alleine durch eine 30 - prozentige Einsparung des Endenergieverbrauchs im Gebäudebestand rund 184 TWh an Energie in Deutschland eingespart werden könnten. Dies entspricht im Übrigen der Leistung von 80 Prozent der deutschen Atomkraftwerke. Diese Einsparung würde den klimaneutralen Ausstieg aus der Kernenergie erst ermöglichen, denn die durch die Einsparungen freiwerdenden fossilen Energien könnten in Gaskraftwerken verstromt werden. Dadurch könnten die befürchteten Stromlücken geschlossen werden. „Wer die Energiewende wirklich will, muss diese enormen Einsparpotenziale im Gebäudebestand jetzt und beschleunigt heben“, so der Präsident des BDH. (Foto: IWO)
Moderne Brennwerttechnik - ein Weg aus dem Sanierungsstau und zu mehr Energieeffizienz Quelle: Ceto - Verlag, BDEW, BDH
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