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24. Mai 2011

Kurzer Winter drückt Energieverbrauch nach unten Verstromungsenergien im Plus Wärmeenergien im Minus Mehr Energie aus Wasser und Sonne

­­­­­­­Berlin/Köln (19.05.2011) - Der Energieverbrauch hat sich in den ersten drei Monaten des
laufenden Jahres gegenläufig zur Gesamtwirtschaft entwickelt. Während das Wirtschaftswachstum
bis Ende März mit einem Plus von über 5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum
abschloss, lag der Energieverbrauch für den selben Zeitraum mit 2,9 Prozent im Minus. Nach
vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) erreichte der
Verbrauch an Primärenergieträgern bis Ende März 3.737 Petajoule (PJ) oder 127,4 Millionen
Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). Massiv beeinflusst wurde der Energieverbrauch
durch den kurzen Winter und die frühzeitig einsetzende milde Witterung. Im Vergleich zu den
sehr kalten Vorjahresmonaten sank vor allem die Nachfrage nach Wärmeenergien in den
ersten drei Monaten dieses Jahres beträchtlich. Der Witterungseinfluss überdeckte damit
Verbrauchszuwächse infolge der weiteren konjunkturellen Erholung.


Der Mineralölverbrauch verminderte sich insgesamt um 1,6 Prozent. Allerdings kam es bei
den einzelnen Produkten zu unterschiedlichen Entwicklungen. Der Verbrauch an Ottokraftstoff
erhöhte sich um 1,4 Prozent und der von Diesel sogar um 6,3 Prozent. Demgegenüber gab
es beim Flugkraftstoff ein Minus von 1,3 Prozent. Der Verbrauch an schwerem Heizöl wuchs
um gut 10 Prozent. Beim leichten Heizöl gab es dagegen ein Minus von knapp 21 Prozent.
Neben der verbrauchsmindernden Wirkung der milden Witterung sorgte der Preisanstieg für
Zurückhaltung bei der Bevorratung. Konjunkturell bedingt stieg der Verbrauch an Rohbenzin
kräftig um über 10 Prozent.

Der Erdgasverbrauch lag um 10 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraumes, was vor allem
auf den geringeren Wärmebedarf zurückzuführen ist.

Der Verbrauch von Steinkohlen sank um gut 9 Prozent. Der Einsatz in Kraftwerken verminderte
sich um 11,4 Prozent und der Bedarf der Stahlindustrie ging um knapp 5 Prozent zurück. Der
Verbrauch an Braunkohlen konnte leicht um 1,4 Prozent zulegen. Zuwächse gab es sowohl in
der Stromerzeugung wie auch bei den Veredlungsprodukten. Die Kernenergie konnte ihren
Beitrag zur Energiebilanz in den ersten drei Monaten um 2,9 Prozent steigern.

Der Einsatz erneuerbarer Energien erhöhte sich um 7 Prozent. Während die Windkraft um
rund 6 Prozent zulegte, stieg der Beitrag des Wassers (ohne Pumpspeicher) kräftig um rund
20 Prozent. Die Fotovoltaik konnte ihren Beitrag sogar nahezu verdoppeln.

Berlin/Köln - Der Verbrauch an Primärenergieträgern sank in Deutschland in den ersten drei Monaten
des laufenden Jahres nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen um fast
3 Prozent auf 3.737 Petajoule (PJ) beziehungsweise 127,4 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten
(Mio. t SKE). Erdgas und Steinkohle verzeichneten kräftige Rückgänge. Beim Mineralöl konnten
Mehrverbräuche bei den Kraftstoffen und beim schweren Heizöl den Verbrauchsrückgang beim leichten Heizöl nahezu auffangen. Kernenergie und Braunkohlen steigerten ihre Beiträge. Die
erneuerbaren Energien - vor allem Wasser, Wind und Sonne - konnten ihren Beitrag um insgesamt
7 Prozent erhöhen.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen

­ Quelle: AGEB, Pressemitteilung 03 - 2011


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