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26. September 2011

Konferenz der Bundesregierung

Im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie fand am 22.09.2011 die Konferenz
"Partner der Energiewende - Maritime Wirtschaft und Offshore Windenergie" statt.
In vier Workshops beleuchteten Verbände, Bundesministerien und Unternehmen die
wirtschaftlichen Chancen der Offshore Windenergie. Daneben werden Lösungswege
für die besonderen Herausforderungen aufgezeigt, insbesondere im Bereich der
Hafenkapazitäten sowie bei Sicherheit und Leichtigkeit des Seeverkehrs, bei den
Werften und Reedern sowie bei Zulieferern. Zur Konferenz eingeladen hat der
Parlamentarische Staatssekretär und Maritime Koordinator der Bundesregierung,
Hans - Joachim Otto, zusammen mit seiner Kollegin Katherina Reiche aus dem
Bundesumweltministerium, seinem Kollegen Enak Ferlemann aus dem
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie der Stiftung
Offshore Windenergie.
Hintergrund der Konferenz ist das Ziel der
Bundesregierung, dass in Deutschland bis zum Jahr 2030
Offshore - Windenergieanlagen mit einer Leistung von rund 25.000 MW installiert
werden sollen. Ein entsprechender Zubau könnte mit 100 Milliarden Euro Umsatz
einhergehen. Darin liegen große wirtschaftliche Chancen für die deutschen
Küstenregionen, für den deutschen Maschinen - und Anlagenbau und für die maritime
Wirtschaft. Schon heute sorgt der Ausbau der Offshore - Windenergienutzung für
mindestens 7.000 Arbeitsplätze. Bei weiterhin konsequentem Ausbau der
Offshore - Nutzung dürfte sich diese Zahl in den nächsten Jahren noch deutlich
steigern.Staatssekretärin Reiche: "Beim Umstieg in
unserer Energieversorgung spielt die Windenergie an Land und im Meer eine
zentrale Rolle. Gerade im Offshore - Bereich herrscht Aufbruchstimmung. Wir sind
zuversichtlich, hier unsere Ausbauziele erreichen zu können. Bestehende
Herausforderungen beispielsweise im Bereich der Häfen, der Werften oder der
Netzinfrastrukturen gehen wir nun zielstrebig an." 29
geplante Offshore - Windparks verfügen bereits über eine Baugenehmigung. Das im
Juni 2011 in Kraft getretene Fünf - Milliarden - Euro - Sonderprogramm für die
Offshore Windenergie zeigt schnelle Wirkung. Zwei Windparks haben bereits
Finanzierungszusagen aus dem Programm erhalten.Die hohen Ausbauziele bieten erhebliche
Wachstumschancen und Marktpotentiale entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Staatssekretär Otto: "Die Innovationskraft der Unternehmen in der
Offshore - Windenergiebranche ist groß. Mit Investitionen in Produktentwicklung
und Produktionsverfahren kann die Chance genutzt werden, eine international
erfolgreiche Industrie aufzubauen, denn immer mehr Staaten wollen in die
Offshore - Windenergie investieren. Davon profitieren die Küstenbundesländer, in
denen sich neue Cluster entwickeln. Aber auch den Binnenländern mit ihren
starken Zulieferunternehmen kommt diese Entwicklung zu Gute."Die maritime Wirtschaft spielt eine
zentrale Rolle, um die ehrgeizigen Ausbauziele zu erreichen. Der Arbeitskreis
"Vernetzung der maritimen Wirtschaft mit der Offshore - Windkraftbranche", der auf
der 6. Nationalen Maritimen Konferenz angeregt wurde und dem die Stiftung
Offshore Windenergie vorsitzt, ist eine wichtige Brücke zwischen den beteiligten
Branchen und der Politik. In mehreren Fachgruppen werden dort konkrete Lösungen
unter anderem zu den Themen Fachkräfte, Sicherheit und Leichtigkeit des
Seeverkehrs sowie Sicherheitsnormen und Hafeninfrastruktur vorangebracht. Diese
Themen sind Teil der Umsetzung eines umfassenden Schutz - und
Sicherheitskonzepts. Die bislang erzielten Ergebnisse werden in die Diskussionen
auf der Konferenz einfließen.Einer der Workshops hat das Ziel, die hohe
Systemkompetenz der deutschen maritimen Wirtschaft zu belegen und die
Attraktivität deutscher Werften, Zulieferer und Reeder als ideale Partner für
die Windparkbetreiber darzustellen. Staatssekretär Otto: "Wir bringen auf der
Konferenz Betreiber von Offshore - Windparks mit der gesamten maritimen Wirtschaft
zusammen. Es werden Errichterschiffe, Kabelverleger und Versorgungsschiffe für
die Windparks benötigt. Dies ist auch eine Chance für die deutschen Werften,
ihre Leistungsfähigkeit zu demonstrieren und sich so im internationalen
Wettbewerb zu behaupten."Eine weitere wichtige Frage ist, ob die
vorhandenen und geplanten Hafenkapazitäten in den deutschen Seehäfen ausreichen,
um den geplanten Ausbau der Offshore - Windenergie zu ermöglichen. Staatssekretär
Ferlemann sagte: "Die Offshore - Windenergie ist eine große Chance für unsere
Häfen und bietet ihnen langfristig eine wirtschaftliche Perspektive. Im Hafen
werden viele Anlagenteile produziert, zwischengelagert oder teilmontiert. Aus
Offshore - Häfen werden der Transport und die Montage der Anlagen auf See
betrieben. Sie sind Ausgangspunkt für Wartungs - und Reparaturarbeiten. Um die
Kapazitäten der Häfen optimal auszuschöpfen und die erforderlichen Investitionen
in die Hafeninfra - und Suprastruktur zu ermöglichen, erarbeiten wir gemeinsam
mit der Wirtschaft eine koordinierte Strategie zur Entwicklung der
Offshore - Anlagen. Die Sicherheit und Leichtigkeit des Seeverkehrs ist dabei
ebenso wichtig, wie die Schaffung einheitlicher Wettbewerbsbedingungen durch
Harmonisierung der Sicherheitsbestimmungen."Die drei Ministerien haben sich zum Ziel
gesetzt, einen Fortschrittsbericht "Offshore Windenergie - Bedarf, Chancen und
Potentiale für Häfen und Schiffe" zu erarbeiten. Der Fortschrittsbericht ist
eine Maßnahme im Rahmen des Nationalen Masterplans Maritime Technologien. Nähere Informationen zur Veranstaltung
"Partner der Energiewende - Maritime Wirtschaft und Offshore Windenergie" finden
Sie unter "Weiterführende Informationen".

Quelle: BMWI


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