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29. März 2016

Individuelle Beratung zeigt Vorteile der Dämmung auf

Mehr Wohnkomfort im Winter und Sommer
In unzureichend gedämmten Gebäuden gibt es im Winter kühle Zimmerwände und Fensterlaibungen. „An ihnen schlägt sich Luftfeuchte nieder, ein Nährboden für Schimmel“, sagt Dieter Bindel vom Gebäudeenergieberaterverband GIH. „Eine fachgerechte Wärmedämmung sorgt für eine höhere Oberflächentemperatur dieser Stellen und verringert so das Schimmelrisiko.“ Zudem steigt der Wohnkomfort, wenn die Wand innenseitig wärmer wird oder der Fußboden eine höhere Temperatur aufweist. Im Sommer schützt Dämmung auch vor Überhitzung, ganz besonders unterm Dach.
Wird eine nachträgliche Dämmung der Fassade, der Kellerdecke oder des Daches gemeinsam mit einer sowieso fälligen Gebäudemodernisierung durchgeführt, ist die energetische Sanierung trotz der derzeit relativ niedrigen Energiepreise wirtschaftlich. Eine vollständige Fassadendämmung spart – je nach Form des Gebäudes – rund 25 Prozent Heizenergie ein.
Für eine Dämmung kommen vor allem drei Materialgruppen in Frage: Zu den klassischen Faserdämmstoffen gehören Glaswolle und Steinwolle, aber auch die immer beliebteren Naturdämmstoffe wie Hanf, Stroh und Schilf. Sogar Schafwolle ist inzwischen auf dem Markt. Die Naturdämmstoffe schonen die Ressourcen, sind jedoch nicht komplett frei von synthetischen Zusätzen, da sie vor Brand und Feuchtigkeit geschützt werden müssen. „Ihre Kosten liegen höher als die der gängigen Dämmstoffe, aufgrund des oft höheren Gewichts erzielen Naturdämmstoffe aber vielfach einen besseren sommerlichen Wärmeschutz“, erklärt Bindel.
Kunststoffbasierte Hartschäume bilden die zweite Materialgruppe. Hartschäume sind feuchtebeständig und können gut im Erdreich eingesetzt werden. Zudem sind sie robust, leicht zu verarbeiten und sehr preiswert. Das am Häufigsten eingesetzte Hartschaummaterial ist Polystyrol. Es wird zwar aus Erdöl hergestellt, spart über die Dauer seiner Nutzung aber ein Mehrfaches der Energie ein, die zu seiner Produktion nötig ist.
Die dritte Materialgruppe besteht aus mineralischen Rohstoffen, etwa aus Kalk, und kann auch bei der Innendämmung eingesetzt werden.
„Die Dämmschicht der Fassade sollte je nach Dämmmaterial und Zustand der Außenwand mindestens 12 bis 16 Zentimeter dick sein, um die gesetzlichen Minimalstandards der Energieeinsparverordnung EnEV zu erfüllen“, so Petra Hegen von Zukunft Altbau. „Weiterhin sollte die Dämmstärke über die Vorgaben hinaus erhöht werden, sofern keine rechtlichen oder bautechnischen Gründe dagegen sprechen.“ Wird dies gemacht, erhält das Bauteil und damit das Gesamtgebäude einen zukunftsorientierten, besseren energetischen Standard und andere gesetzliche Vorgaben wie etwa das Erneuerbare-Wärme-Gesetz des Landes Baden-Württemberg lassen sich so erfüllen.
Die Wärmedämm-Materialien sind unter anderem als Platten oder Matten erhältlich. Vor Ort können sie als Wärmedämm-Verbundsystem verarbeitet werden. Dämmung und Außenputz sind hier aufeinander abgestimmt. Ist ein zweischaliges Mauerwerk zu dämmen, bieten sich schüttfähige Einblasdämmstoffe etwa aus Granulat oder in Faserform an.
Besonders effizient ist die Vakuumdämmung: Anders als bei Baustoffen oder Luft hat ein Vakuum praktisch keine Wärmeleitfähigkeit. Das hat zur Folge, dass das Dämmmaterial im Vergleich zu konventionellen Wärmedämmstoffen zehnmal besser dämmt und damit schlanker ausfallen kann. Vakuumdämmplatten werden dort eingesetzt, wo sehr wenig Platz zur Verfügung steht. Etwa bei Balkonen, dem nachträglichen Ausbau von Kellerräumen oder an Dachgauben. Der Nachteil: Die Dämmung ist erheblich teurer als andere Materialien, mechanisch empfindlich und erfordert mehr Planungsaufwand. Eingesetzt wird sie daher selten.
Beratung wichtig
Angesichts der großen Auswahl an Materialien raten Experten wie Hegen und Bindel, einen erfahrenen Gebäudeenergieberater zur Seite zu ziehen. Er könne einschätzen, wann und wo welches Dämmsystem sinnvoll ist. Die Beratung wird seit März 2015 deutlich besser gefördert: Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern erhalten bei einer durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausführkontrolle geförderten Vor-Ort-Beratung bis zu 800 Euro Zuschuss, 400 Euro mehr als vorher. Auch für eine sorgfältige Ausführung gibt es Geld. Die Baubegleitung durch einen Energieberater fördert die KfW mit bis zu 4.000 Euro.
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Fakten statt Mythen: Eine neue kostenlose Broschüre mit dem Titel „Wärmedämmung – Fakten für Sie erklärt“ zeigt detailliert, warum sich eine Dämmung lohnt. Download: www.zukunftaltbau.de/service/publikationen/endkunden.html
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Aktuelle Informationen zur energetischen Sanierung von Wohnhäusern gibt es auch auf www.facebook.com/ZukunftAltbau.
Zukunft Altbau informiert Wohnungs- und Hauseigentümer neutral über den Nutzen energieeffizienter Altbaumodernisierung und über Fördermöglichkeiten. Das vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg geförderte Programm hat seinen Sitz in Stuttgart und wird von der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA) umgesetzt.
Ansprechpartner Pressearbeit:
Axel Vartmann, PR-Agentur Solar Consulting GmbH,Emmy-Noether-Straße 2, 79110 Freiburg,Tel. +49/761/38 09 68-23, Fax +49/761/38 09 68-11,vartmann@solar-consulting.de, www.solar-consulting.de
Ansprechpartnerin Zukunft Altbau:
Dipl.-Ing. Petra Hegen, Freie Architektin und Energieberaterin,Zukunft Altbau, Gutenbergstraße 76, 70176 Stuttgart,Tel. +49/711/489825-13, Fax +49/711/489825-20,petra.hegen@zukunftaltbau.de, www.zukunftaltbau.de Quelle: Zukunft Altbau


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