Heizöl mit wichtiger Rolle für Versorgungssicherheit
Nun hat auch Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler gegenüber der ARD zumindest regionale Schwierigkeiten bei der Gasversorgung eingeräumt. Tatsächlich hatten Betreiber von Gasnetzen in Süddeutschland teils erhebliche Probleme, den Netzzustand aufgrund fehlender Gasmengen aus Russland stabil zu halten. In Baden - Württemberg hatten einzelne Stadtwerke mangels anderer Möglichkeiten sogar auf ihrer Homepage die Bevölkerung dazu aufgefordert, die Heizungen kleiner zu stellen.
Für Hans - Jürgen Funke, Geschäftsführer des Verbandes für Energiehandel Südwest - Mitte e.V. ein klares Argument für Heizöl als unverzichtbares Standbein zur Versorgungssicherheit im Wärmemarkt: „In so einer angespannten Versorgungslage zeigt sich die wichtige Rolle von Heizöl als zuverlässigem Energieträger sowohl in der Industrie als auch im privaten Wärmemarkt.“
Die überwiegend mittelständischen Energiehändler sichern die Versorgung mit Heizöl durch unterschiedliche Bezugsquellen an Raffineriestandorten und den vielen Großtanklagern auch bei extremen Situationen. Damit können Großabnehmer wie Industriekunden, die aktuell von Engpässen bei Gaslieferungen betroffen sind und als erste ihren Gasverbrauch drosseln oder abschalten müssen, kurzfristig ihre Energieversorgung mit Heizöl sicherstellen.
Bei privaten Heizöl - Kunden spricht vor allem das Argument der eigenen Bevorratung und Speicherbarkeit für den Energieträger: „Heizöl - Kunden können sich je nach Tankkapazität problemlos für ein bis zwei Jahre eindecken und sind damit vor extremen Kältewellen wie auch vor Preisschwankungen abgesichert“, so Funke.
Energiehandel stellt Versorgung sicher und rät zu rechtzeitiger Bevorratung
Die Heizölhändler arbeiten mit Hochdruck, um alle Verbraucher rechtzeitig zu beliefern. Frieren muss aber niemand. Funke versichert: „Der rasche Anstieg an kurzfristigen Bestellungen ist natürlich eine logistische Herausforderung für den Handel. Die Verbraucher können sich aber auf eine sichere Brennstoffversorgung verlassen.“ Vielerorts seien sogar Notdienste eingerichtet, die im Ernstfall auch am Wochenende lieferten.
Insgesamt sind die Vorräte der Verbraucher um vier bis fünf Prozent niedriger als im Vergleich zum Vorjahr. Der Handel hatte bereits Anfang des Jahres die Kaufzurückhaltung bemerkt und dazu geraten, den Ölstand im Tank und den Heizölpreis im Auge zu behalten. Der turbulente Markt und die Hoffnung auf einen milden Winter ließen viele Verbraucher allerdings zu lange mit dem Kauf warten.
Der VEH rät Verbrauchern, sich zukünftig umfassend über die Entwicklung der Ölpreise zu informieren und die Bevorratung für den Winter bereits nach einer Heizperiode oder spätestens im Sommer zu planen. „Der Verband empfiehlt, den Heizölpreis genau zu beobachten und den Öltank möglichst zeitig aufzufüllen. Trotz seiner Schwankungen bewegt sich der Ölpreis in der Mitte des Jahres nicht selten auf einem etwas niedrigeren Niveau“, sagt Hans - Jürgen Funke. Der VEH und seine Mitgliedsunternehmen stehen Kunden natürlich jederzeit als verlässlicher Ratgeber zur Seite. Quelle: VEH
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