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21. November 2018

Heizölpreise-Trend: Nervöse Finanzmärkte lassen Rohölpreise auf ein neues Jahrestief fallen

Heizölpreise: Die bundesdurchschnittlichen Heizölpreise für Heizöl der Sorte Standardqualität bezogen auf eine Abnahmemenge von 3.000 Litern (entspricht einem Energieinhalt von 30.240 kWh) schlossen Dienstagabend gegenüber dem Schlussstand vom Vortag um 0,1 % fester- konkret stand der Heizölpreis bei 89,25 Euro/100 L. Verantwortlich für die starken Preisschwankungen im bundesdurchschnitt sind weiter hauptsächlich die Regionen, wo über die Rhein-Main-Schiene die Versorgung nur mit zusätzlichem hohen Aufwand gesichert werden kann (Schwerpunkte bei der Heizölpreisübersicht sind die Regionen: Frankfurt am Main, Mainz, Wiesbaden). Deshalb ist bei der konkreten Heizölpreisbewertung unbedingt zu beachten, dass es weiter große Unterschiede bei den regionalen Heizölpreisen gibt. Hauptursache dafür ist, dass neben den unten dargestellten Einflussfaktoren (Rohölpreis und Wechselkursverhältnis Euro zu US-Dollar) zusätzlich noch die Schiffsfrachten an der Rhein-Main-Schiene einen erheblichen Einfluss auf die aktuellen Heizölpreise in den betroffenen Regionen haben. So sind die Frachtkosten, bedingt durch den weiter anhaltenden niedrigen Wasserstand, in den letzten Monaten um 400 % gestiegen. Durch den stark eingeschränkten Schiffsverkehr gibt es auch dadurch in ausgewählten Regionen weiter Probleme bei der Bereitstellung von Mineralölprodukten, da über die Schiene und die Straße die Transportausfälle nicht komplett kompensiert werden können.
Gegenüber dem Heizölpreisstand vom 1.01.2018 sind die Heizölpreise aktuell um 38,1 % gestiegen.
Heizölpreise-Tendenz: Unter Berücksichtigung der Börsenentwicklungen vom Dienstag und dem aktuellen Stand der Börsen am Mittwochvormittag gehen wir heute für die Heizölpreise von folgender Tendenz aus: fallend!




Bereich
Schlusskurs 19.11.2018
Schlusskurs 20.11.2018
Veränderung zum Vortag
Tendenz 21.11.2018


Heizölpreis (€/100L) 3.000 L Standardqual.
89,15
89,25

+ 0,1 %




Rohölsorte Brent (US-Dollar/Barrel)
66,79
62,53
- 6,4 %



Wechselkurs (Euro/US-Dollar)
1,1455
1,1369
- 0,8 %





Als Hauptursachen für die Entwicklung der Heizölpreise können folgende preisbestimmenden Faktoren vom Freitag und dem heutigen Tag herangezogen werden:
1. Ölpreise: Der Ölpreis für die Sorte Brent für eine Auslieferung im Monat Januar 2019 schloss am Dienstagabend um starke 6,4 % schwächer bei 62,53 USD/Barrel. Das schwache Umfeld an den weltweiten Börsen hat gestern auch voll auf den Ölpreis durchgeschlagen. Damit dürfte der Erholungskurs der Ölpreise aus den letzten Tagen beendet sein. Die Angst vor einer Abschwächung der Weltkonjunktur dürfte die Überversorgung des Ölmarktes weiter steigen lassen. Bisher gehen die Märkte für 2019 von einer Überversorgung des Ölmarktes von 1,4 Mo. Barrel/Tag aus, was bei einer Abschwächung der Konjunktur eher in Richtung 2 Mio. Barrel/Tag gehen dürfte. Entscheidend für eine mögliche Ölpreisstabilisierung wird sein, ob sich die Ölproduzenten beim erweiterten Opec-Treffen im Dezember in Wien über eine Förderkürzung in Höhe von mindestens 1 Mio. Barrel/Tag verständigen können, die dann ab Januar 2019 umzusetzen wäre. Unklar ist, wie sich die wichtigsten Ölförderländer außerhalb der Opec - zum Beispiel Russland und die USA - im Jahr 2019 verhalten werden.
Seit Jahresbeginn ist der Ölpreis der Sorte Brent um rund 6,5 % gefallen.
Ölpreis-Tendenz: Zum Start in den Mittwoch setzt der Brentölpreis zu einer Gegenreaktion an und steigt um 1,6 % - aktuell steht er bei 63,50 USD/Barrel.
2. Eurokurs: Der Kurs des Euro schloss am Dienstag mit einem Minus von 0,8 % bei 1,1369. Hauptgrund für den schwachen Euro am gestrigen Tag war wieder die aktuelle Finanzpolitik der italienischen Regierung. Es zeigt sich immer mehr, dass die Finanzmärkte der italienischen Regierung immer weniger vertrauen, was mittelfristig dazu führen könnte, dass der italienische Staat kaum noch das dringend benötigte frische Geld in Form von bezahlbaren Staatsanleihen auf den Finanzmärkten bekommt und damit Italien über kurz oder lang vor der Pleite steht - dieses mögliche Szenario belastete gestern den Euro.
Seit Jahresbeginn hat sich der Euro gegenüber dem US-Dollar um 5,4 % reduziert.
Eurokurs-Tendenz: Zum Start in den Mittwoch erholt sich der Euro wieder leicht - aktuell steht er bei 1,1397. Damit bleibt der Euro knapp unter der Marke von 1,14.


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