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30. Dezember 2018

Energetische Sanierung unter Denkmalschutzaspekten


Alt und effizient schließen sich nicht aus – das beweist auch das Haus von Familie Seidel im brandenburgischen Gräben. Das Ärztepaar hat sein denkmalgeschütztes Gebäude umfangreich saniert und damit den Heizenergiebedarf um 44 Prozent reduziert. Die ehemalige Mühle ist etwa 1880 erbaut und Anfang des 20. Jahrhunderts mit Anbauten erweitert worden. Bis zum Jahr 2006 wurde das Gebäudeensemble nur im Sommer sporadisch genutzt. Nun bewohnen es seine Eigentümer ganzjährig und haben noch eine Ferienwohnung und zwei Ferienzimmer für Urlaubsgäste eingerichtet.
Bis die Umbauarbeiten beginnen konnten, hat das Ehepaar Seidel drei Jahre auf die Baugenehmigung warten müssen – eine lange Zeit, aber sie hat sich gelohnt. Heute ist das Haus mit moderner Heiztechnik ausgestattet, gedämmt und wird zudem mit einem neuen treibhausgasreduzierten flüssigen Energieträger beheizt, der dem klassischen Heizöl im Tank zu rund 55 Prozent beigemischt ist. Damit nehmen die Seidels an einem Modellprojekt des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO) teil. Insgesamt reduziert sich der Heizölbedarf ihres Hauses um knapp die Hälfte, nämlich von rund 11.000 Litern auf rund 6.000 Liter pro Jahr. Nun steht im Keller des Hauses nur noch eine Batterietankanlage mit vier 1.000-Liter-Behältern.

Neue Fenster und Türen – alles denkmalschutzkonform
Die Heizungsanlage der ehemaligen Mühle wurde komplett erneuert. Die alte Ölheizung ist ersetzt. Eine sparsame Öl-Brennwertheizung sorgt jetzt für Wärme und warmes Wasser. Zusätzlich gibt es neue Heizungsrohre und Heizkörper, im Erdgeschoss wurde eine Fußbodenheizung verlegt. Außerdem wurden Obergeschoss- und Kellerdecke gedämmt. Im ganzen Haus haben die Handwerker neue Fenster eingebaut, die Wärmeschutzverglasung sorgt im Gegensatz zur vorherigen Einfachverglasung für noch mehr Energieeinsparung. Auch die Eingangstüren wurden unter energetischen und historischen Gesichtspunkten erneuert. Der gesamte Umbau erfolgte unter strengen Denkmalschutzauflagen.
Bewusst für eine neue Öl-Brennwertheizung entschieden
„Die Sanierung unserer Immobilie war fällig, da eine Umnutzung erfolgen sollte, aber genauso waren ökologische und ökonomische Gründe ausschlaggebend“, sagt Jutta Seidel. Dabei hätten sie sich bewusst dafür entschieden, den Energieträger Heizöl weiter zu nutzen: „Weil ein Energieträgerwechsel sehr teuer geworden wäre und die Potenziale der Ölheiztechnik in Kombination mit erneuerbaren Energien bekannt waren.“ Und so wurde die veraltete Technik der Heizungsanlage gegen moderne Öl-Brennwerttechnik ausgetauscht. Der erneuerbare Brennstoff, der etwas mehr als zur Hälfte im Tank lagert, reduziert die Treibhausgasemissionen des Gebäudes zusätzlich und kann in der modernen Öl-Brennwertheizung ganz normal eingesetzt werden. Der neue Energieträger wird durch Hydrierung von Reststoffen wie Altspeisefetten hergestellt und gehört zu den erneuerbaren Biobrennstoffen, die nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion stehen.



Quelle: Institut für Wärme und Oeltechnik e. V. (IWO)


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