Ein Stück Unabhängigkeit Firmen erkunden Ölvorkommen in Baden Württemberg
STUTTGART. - Im Südwesten Deutschlands wird wieder nach Öl gesucht. Wie die Zeitung „Südwest - Presse“ berichtet, erkundeten derzeit rund ein halbes Dutzend Firmen mögliche Vorkommen in Baden - Württemberg. Das hohe Preisniveau an den Rohstoffmärkten würde die heimische Produktion wieder lukrativ machen. Demnach gelten der Oberrheingraben und Oberschwaben mit dem nördlichen Bodensee - Ufer, wo teilweise bis nach dem Zweiten Weltkrieg Öl gefördert wurde, als vielversprechend.
Große Fördermengen würden aber nicht erwartet. „Texas in Baden wird es nicht geben“, zitiert das Blatt den Leiter des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, Ralph Watzel. Dennoch sollen heimische Quellen zumindest zum Teil die Importabhängigkeit beschränken.
Nach Angaben des Wirtschaftsverbandes Erdöl - und Erdgasgewinnung (WEG) wurden 2010 in Deutschland insgesamt 2,5 Millionen Tonnen Erdöl gefördert. Fast 94 Prozent davon entfallen auf die Länder Schleswig - Holstein mit der Förderplattform Mittelplate sowie Niedersachsen. Zum Vergleich: Im Monat Juli 2011 führte die Bundesrepublik mehr als 8 Millionen Tonnen Rohöl ein.
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