Der wichtigste heimische Energieträger behauptet sich im dynamischen Umfeld
Köln ? Das energiewirtschaftliche Umfeld für die deutsche Braunkohle war 2012 bestimmt durch den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien, den Abbau der inländischen Kernenergiekapazität auf rund 12 Gigawatt (GW) sowie durch hohe Öl - und Gaspreise. Vor diesem Hintergrund verzeichnete die deutsche Braunkohlenindustrie eine stabile Entwicklung. Die Förderung lag mit rund 185 Millionen Tonnen (Mio. t) um 5 Prozent über dem Vorjahr. Im Rheinland stieg die Produktion um über 6 Prozent und in der Lausitz um 4,5 Prozent. Auch im Helmstedter Revier wurde die Förderung ausgeweitet. In Mitteldeutschland lag die Braunkohlenproduktion dagegen leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Veränderungsraten bei der Förderung entsprechen weitgehend der Entwicklung der Lieferungen an die Kraftwerke der allgemeinen Versorgung. Sie nahmen um gut 5 Prozent auf über 166 Mio. t zu. Damit wurden 2012 insgesamt rund 90 Prozent der gesamten inländischen Braunkohlenförderung zur Stromerzeugung eingesetzt. Mit insgesamt 159 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) erzeugten die Braunkohlenkraftwerke im vergangenen Jahr fast 6 Prozent mehr als 2011. Dieser Zuwachs ist zurückzuführen auf die Inbetriebnahme der neuen Kraftwerksblöcke in Neurath mit einer Leistung von 2 200 Megawatt (MW) sowie in Boxberg mit 675 MW. Die Stilllegung mehrerer Altanlagen wurde bis zum Jahresende abgeschlossen, so dass im Saldo die Stromerzeugungskapazität auf Basis der Braunkohle in Deutschland 2012 leicht auf 20,8 GW (netto) anstieg. Die Herstellung von Veredlungsprodukten lag 2012 leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Der Rückgang bei der Briketterzeugung konnte durch Zuwächse bei Braunkohlenstaub und Wirbelschichtkohle nicht ausgeglichen werden. Der Beitrag der Braunkohle zum gesamten Energieverbrauch in Deutschland lag bei 56 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). Der Anteil der Braunkohle am gesamten Energieverbrauch erhöhte sich leicht auf 12,2 (Vorjahr 11,6) Prozent. Quelle: DEBRIV, Informationen und Meinungen 1/2013
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