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17. November 2015

dena Kongress dena baut Plattform Digitale Energiewelt auf

Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, ging in seinem einleitenden Vortrag auf die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung ein. Deutschland habe im Energiesektor gute Voraussetzungen, weil der Umbau der Energieversorgung bereits weit vorangeschritten sei. Hier könne ein Leitsektor entstehen, in dem die Chancen der Digitalisierung für die gesamte Industrie sichtbar werden. Dies sei entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie. Auf dem Weg dorthin müssten aber noch einige Fragen geklärt werden.
Zunächst ginge es um ein gemeinsames Verständnis von Digitalisierung. Hinzu kämen Fragen wie Kompatibilität, Datensicherheit, Umgang mit Flexibilität in der Erzeugung und neue Formen von Unternehmenskooperationen. Kein Unternehmen könne die vielen Aspekte der Entwicklung allein abdecken, betonte Machnig. Deshalb müssten Unternehmen, Wissenschaft und Politik Lernpartnerschaften eingehen. Die dena-Plattform sei ein wichtiger Vorstoß in diese Richtung. Impulse erwarte das BMWi außerdem von den Modellregionen im Projekt 'Schaufenster intelligente Energie', die demnächst ausgewählt würden. Am Bewerbungsprozess hätten sich über 200 Unternehmen aus 15 Bundesländern beteiligt.
Digitale Infrastruktur einrichten
In der Diskussion waren sich die Teilnehmer einig, dass digitale Netze eine notwendige Voraussetzung sind, um neue Geschäftsmodelle zur Digitalisierung der Energiewelt möglich zu machen. Sven Behrend, Geschäftsführer/CTO/COO der SAG Group, verwies darauf, dass dabei auch den Verteilnetzbetreibern eine wichtige Rolle zukomme. Mit intelligenten Messsystemen und Sensorik würden die Netze transparent, die Betreiber könnten die Netze besser verstehen und so die Entwicklung von neuen Dienstleistungen ermöglichen. Allerdings fehle es oft noch an finanziellen Anreizen für entsprechende Investitionen.
Ewald Woste, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Thüringer Energie AG und Mitglied des Aufsichtsrats der GASAG, sprach in diesem Zusammenhang von einem Henne-Ei-Problem. Eine digitale Infrastruktur sei eine Voraussetzung für neue Geschäftsmodelle, aber die Geschäftsmodelle, die das klassische Geschäft ersetzen könnten, seien noch nicht konkret in Sicht. Auf jeden Fall würden neue Akteure ins Spiel kommen. Ein Hinweis darauf sei auch die Auszeichnung des Einzelhandelsunternehmens Lidl im Rahmen des Energy Efficiency Award. Die Vernetzung vieler dezentraler Energieerzeugungs- und -verbrauchseinheiten sei ein wichtiger Trend.
Neue Geschäftsmodelle entwickeln
Einig waren sich die Teilnehmer auch darin, dass die etablierten Unternehmen der Energiebranche sich auf große Herausforderungen einstellen müssten. Walter Haas, CTO & Mitglied der Geschäftsleitung von Huawei Technologies Deutschland, verwies darauf, dass die Bedeutung der IT in den Unternehmen zunehmen werde und dass der Trend zu einer nie dagewesenen Vernetzung führe. Unternehmen müssten ihre Arbeitsweise umstellen von 'Ego-System' zu 'Eco-System' und mit neuen Partnern aus anderen Branchen gemeinsam innovative Dienstleistungen entwickeln.
Auch Stefan Schaible, CEO Germany & Central Europe von Roland Berger, hob hervor, dass Unternehmen im Zuge der Digitalisierung zunehmend in Netzwerken arbeiten und Innovationszentren einrichten müssten. Dies sei durchaus eine sportliche Aufgabe für manches etablierte Unternehmen. Jedenfalls helfe es nichts, auf Regulierungen zu warten. Entscheidend sei die Innovation, nicht die Regulation.
Matthias Rebellius, CEO von Siemens Building Technologies, verwies auf einige gelungene Ansätze zur Digitalisierung und Effizienzsteigerung im Gebäudebereich. Gebäude würden durch die Digitalisierung an Bedeutung gewinnen – als Erzeuger, Verbraucher und Speicher. In der Frage des Aufbaus von Kooperationen und Unternehmensnetzwerken sehe sich Siemens als wichtiger Akteur.
Weitere Informationen zur 'Plattform Digitale Energiewelt' der dena Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)


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