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20. November 2019

Bundesumweltministerin Schulze startet Dialogprozess zum Thema Power-to-X und kündigt weitere Aktivitäten an.

Das Bundesumweltministerium startet einen umfassenden Dialogprozess, um die Entwicklung von Brenn- und Treibstoffen aus erneuerbaren Energien voranzutreiben und zugleich in ökologische Bahnen zu lenken. Den Auftakt bildete eine Konferenz am 19.11.2019 im Bundesumweltministerium in Berlin, an der rund zweihundertfünfzig Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Verbänden, Wissenschaft und Gewerkschaften über den zukünftigen Einsatz von „Power-to-X“, kurz PtX, diskutieren. Im Mittelpunkt der Konferenz, die das BMU erstmalig ausrichtet, stehen ökologische Aspekte, die globale Dimension von PtX und die Perspektiven, die die neue Technologie für deutsche Unternehmen auf dem Weltmarkt bietet.
Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Deutschland hat sich dazu bekannt, bis 2050 auf den Einsatz von fossilen Energien zu verzichten. Wir dürfen aber nicht nur ehrgeizige Ziele setzen, sondern müssen auch konkrete technologische Antworten geben, wie das gelingen kann. Der Einsatz von erneuerbarem Strom wird nicht nur bei der Stromversorgung, sondern in allen Sektoren enorm an Bedeutung gewinnen. Es wird dabei aller Voraussicht nach Bereiche geben, in denen Strom auch in 20 der 30 Jahren nicht direkt eingesetzt werden kann: zum Beispiel im Flugverkehr, bei Schiffen, die lange Wege zurücklegen müssen, oder auch in der chemischen Industrie und in der Stahlproduktion. In genau diesen Bereichen benötigen wir klimaneutrale synthetische strombasierte Brenn-, Kraft- und Grundstoffe – kurz PtX. Die Erkenntnis, dass wir diese Technologie brauchen, verbreitet sich zunehmend. Aber wer Ja sagt zu Wasserstoff und PtX, muss auch Ja sagen zu zusätzlichem Strom aus Wind und Sonne.“
Als PtX („Power-to-X“) werden Verfahren bezeichnet in denen aus erneuerbarem Strom Brenn- und Kraftstoffe (Power-to-Gas, Power-to-Liquid), Rohstoffe für die Industrie (Power-to-Chem) oder einfach nur andere Energieformen (Power-to-Heat) bereitgestellt werden. PtX-Produkte sind bei Einsatz erneuerbarer Energien nahezu klimaneutral und stellen einen wichtigen Baustein zur Dekarbonisierung ausgewählter Sektoren dar.
Für die breite Akzeptanz dieser innovativen und zukunftsfähigen Technologie kommt es auf ökologische und soziale Leitplanken bei der Herstellung und Nutzung an. Auf der Konferenz werden Expertinnen und Experten aus Industrie und Verbänden über diese ökologischen Anforderungen diskutieren, aber auch darüber, wie ein möglichst schneller Markthochlauf von PtX-Produkten erfolgen kann.
Schulze: „Für deutsche Unternehmen, beispielsweise im Anlagenbau, bieten sich hier gute Exportchancen. Seit Jahren sind sie bei der Entwicklung und Anwendung der verschiedenen technologischen Optionen für PtX führend. Diesen Vorsprung gilt es zu halten.“ Nötig seien ein schneller Markteintritt und Hochlauf dieser Technologien, sowohl national wie auch international. „Ich möchte mit den Beteiligten darüber diskutieren, wie wir die Rahmenbedingungen dafür schaffen können. Ich lasse unsere Experten derzeit prüfen, mit welchen konkreten Instrumenten wir den Markthochlauf im Bereich Luftverkehr forcieren können. Im Klimaschutzprogramm 2030 haben wir einen entsprechenden Prüfauftrag für eine Quote verankert. Diesen setzen wir nun um.“
Das im Juli veröffentlichte Aktionsprogramm PtX finden Sie unter https://www.bmu.de/download/aktionsprogramm-ptx-power-to-x/ Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit


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