Braunkohlenindustrie und regionale Entwicklung
Köln/Essen - ?Auch in Zeiten globaler Märkte bleibt die deutsche Braunkohlenindustrie lokal und regional verankert. Vor diesem Hintergrund spielen das Verhältnis von Industrie und regionalen Akteuren und die Wechselwirkungen zwischen beiden eine wesentliche Rolle für die Perspektiven der Braunkohle?, sagte Dr. - Ing. Lars Kulik von RWE Power AG auf dem diesjährigen Braunkohlentag. Die Zusammenarbeit von Braunkohlenindustrie und regionalen Akteuren hat sich durch neue Formen und Methoden der Zusammenarbeit verändert. Das wird insbesondere auf den Feldern der Neugestaltung der Regionalstruktur, der Entwicklung der Ortsstruktur und der Stärkung der Wirtschaftsstruktur deutlich. Als Musterbeispiel für die Neugestaltung der Regionalstruktur verwies Kulik auf das Projekt Indeland im westlichen rheinischen Braunkohlenrevier. Auch auf kommunaler Ebene gibt es neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Braunkohlenindustrie und lokalen Akteuren. Persönliches Engagement der Mitarbeiter in sozialen Initiativen, vom Unternehmen gefördert, spielt dabei eine wichtige Rolle. Ein Aktionsfeld ist die gezielte Kooperation zwischen Unternehmen und Kommunen bei der Entwicklung oder Modernisierung von Wohnquartieren im ländlichen Raum. Die Stärkung der Wirtschaftsstruktur wird als Gemeinschaftsaufgabe von Braunkohlenindustrie und regionalen Akteuren verstanden und wahrgenommen. Dahinter steht die Erkenntnis, dass die Wirtschaftskraft der Region neben der Braunkohle durch weitere ökonomische Standbeine verstärkt und diversifiziert werden sollte. Zu den traditionellen gemeinsamen Aktivitäten von Braunkohlenindustrie und regionalen Körperschaften gehören die Entwicklung von Gewerbeflächen und eine entsprechende Ansiedlungspolitik, vor allem für das mittelständische Gewerbe. An verschiedenen Stellen des Reviers sind solche Gewerbegebiete realisiert oder in Planung, die erhebliche Investitionen ausgelöst haben. Dadurch sind allein in den letzten zehn Jahren mehr als 3.500 neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Ein neuer Aktionsbereich auf kommunaler Ebene sind die sogenannten Energiepartnerschaften. Hier handelt es sich um Projekte in Form von Beteiligungsmodellen im Bereich der Erneuerbaren Energien. Quelle: AG Energiebilanzen
« VorherigeNews-Archiv 2013Nächste »