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03. September 2020

"Ausstieg wagen - Umstieg erleichtern - Einstieg ermöglichen"

Düsseldorf. NRW als Industrieland steht durch den Kohleausstieg vor besonderen Herausforderungen. Dies betrifft insbesondere die Energiewirtschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Der anstehende Strukturwandel ist geprägt von Unsicherheiten und Ängsten, aber auch Erwartungen und Hoffnungen. Umso mehr ist das Gelingen damit verknüpft, dass die Energiewirtschaft, die Industrie sowie Bürgerinnen und Bürger an einem Strang ziehen und Konzepte für den Umstieg in das Zeitalter der „Erneuerbaren“ entwickeln und Umsetzungen vornehmen. Hier nimmt NRW eine Vorreiterrolle ein. An der Jahrestagung, die als Hybridveranstaltung in Düsseldorf durchgeführt wurde, nahmen heute (3. September 2020) 33 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort und 300 online teil. Diskutiert wurden gemeinsam mit ausgewiesenen Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft die drei Phasen der Energiewende und deren Umsetzung. Ausgehend von den wirtschaftlichen, technischen und energierechtlichen Rahmenbedingungen, die bei einem Ausstieg aus der Kohle beachtet werden müssen, stehen dabei zunächst die Herausforderungen und Chancen im Mittelpunkt der Betrachtung. Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart zur Energieversorgungsstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen: „Nordrhein-Westfalen geht voran. Die rechtlichen und finanziellen Rahmen sind gesteckt. Jetzt gilt es für uns alle, den eingeschlagenen Transformationsprozess hin zu einem versorgungssicheren, klimaverträglichen Energiesystem der Zukunft aktiv zu gestalten. Nordrhein-Westfalen kann mit seinen traditionell starken Energie- und Industrieregionen wie dem Rheinischen Revier und dem Ruhrgebiet in den kommenden Jahren die Blaupause für andere Kohleregionen weltweit werden.“Der Umstieg von der fossilen in eine überwiegend regenerativ geprägte Energieversorgung erfordert große Anstrengungen. Die Experten waren sich jedoch einig: Ein Brennstoffswitch von Kohle zu Gas bis hin zu Wasserstoff ist wesentlich für die Transformation des Energiesystems. „Entscheidend ist, dass wir jetzt nicht nur aus dem Zeitalter der Kohleverstromung aussteigen, sondern beherzt in das Zeitalter der Erneuerbaren Energien einsteigen. Dabei dürfen wir keine Zeit verlieren: Wir brauchen im 2. Halbjahr 2020 einen Entwurf für eine umfassende Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Wir brauchen zudem einen entschlossenen Einstieg in eine Wasserstoffwirtschaft, die alle Anwendungsbereiche in den Blick nimmt“, sagte Kerstin Andreae, Hauptgeschäftsführerin des BDEW e.V. .Bereits heute sind Wirtschaft und Wissenschaft aufgefordert, an den Technologien von morgen zu arbeiten. „Das Gelingen der Energiewende ist für die Industrie von essentieller Bedeutung – als Stromnutzer wie auch als Ermöglicher innovativer Lösungen“, machte Thomas Wessel, Personalvorstand der Evonik, deutlich. „Ohne die Innovationen und Produkte der Industrie wird der Umstieg zum grünen Strom nicht funktionieren. Wir brauchen verlässliche Rahmenbedingungen und Vertrauensschutz, um unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.“„Das sind bewegende Zeiten“, sagte Prof. Dr. Klaus Görner, Leiter des Lenkungskreises im Netzwerk Kraftwerkstechnik und zugleich Leiter des Instituts für Umweltverfahrenstechnik und Anlagentechnik an der Universität Duisburg-Essen. „Wir befinden uns im Übergang vom Kohle- in ein Wasserstoffzeitalter. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg.“Bewegende Zeiten hat auch das Netzwerk Kraftwerkstechnik der EnergieAgentur.NRW in den letzten 15 Jahren erlebt. „Mit dem Referenz-Kraftwerk NRW hat alles angefangen“, erklärte Margit Thomeczek, die das Netzwerk im Auftrag des Landes NRW seit 2006 betreut. „Das war eine technische Revolution!“ Seitdem werden die Themen des Netzwerks kontinuierlich den aktuellen Anforderungen angepasst und weiterentwickelt. „Heute beschäftigen wir uns mit den Bausteinen der Energiewende in NRW, die essentiell zur Versorgungssicherheit im Strom- und Wärmebereich in NRW beitragen und gleichzeitig die Anforderungen des Umwelt- und Klimaschutzes erfüllen“. Weitere Informationen: www.energieagentur.nrw/kraftwerkstechnik  Quelle: EnergieAgentur.NRW


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